In der anspruchsvollen Welt der Hochleistungs-Hochfrequenzübertragung (RF), insbesondere innerhalb moderner Mobilfunk- und Rundfunkinfrastruktur, ist die Notwendigkeit für robuste und effiziente Konnektivität von größter Bedeutung. Hier kommt die 7/8" Flexible Koaxialkabelkonfektion zum Einsatz – eine entscheidende Produktkategorie, die entwickelt wurde, um diesen strengen Anforderungen gerecht zu werden. Diese Konfektionen, die spezielle 7/8" RF-Verbindungen und gelegentlich RF-Adapter nutzen, bilden das muskulöse Rückgrat, das erhebliche HF-Energie mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit und Leistung überträgt.
Die Bezeichnung "7/8"" bezieht sich auf den Außendurchmesser des Dielektrikums und der Umhüllung des Koaxialkabels und zeigt eine größere physikalische Größe im Vergleich zu üblichen Kabeln wie 1/2" oder LDF. Diese größere Bauform steht in direktem Zusammenhang mit seiner Hauptfunktion: der effizienten Übertragung hoher Leistungspegel mit minimalem Verlust über größere Entfernungen. Die "Flex"-Variante kennzeichnet einen gewellten Kupfer-Außenleiter, der außergewöhnliche Flexibilität bietet und eine einfachere Installation in komplexen, platzbeschränkten Standortgegebenheiten wie Antennentürmen und Gerätezimmern ermöglicht. Zu den Hauptanwendungen gehören:
Makrozellen-Basisstationen: Verbindung von leistungsstarken Remote-Radio-Einheiten (RRUs) mit Antennen.
Rundfunksender: Verbindung von Rundfunkgeräten mit Übertragungsantennen für Fernsehen und UKW-Radio.
In-Gebäude-DAS-Speisernetze: Verteilung des Signals von zentralen Head-End-Einheiten in großen Gebäuden.
Jede hochleistungsfähige, niedrigverlustige HF-Verbindung, bei der Flexibilität und Haltbarkeit erforderlich sind.

Einbau eines 7/8" Flex Coaxial cable assembly bietet klare technische und betriebliche Vorteile:
Hervorragende Leistungsaufnahme: Der große Leiterdurchmesser ermöglicht die Übertragung sehr hoher HF-Leistungen (häufig über 2 kW Durchschnittsleistung hinausgehend), ohne dass eine Gefahr von Durchbruch oder übermäßiger Wärmeentwicklung besteht.
Geringe Dämpfung (Signalverlust): Er weist deutlich geringere Signalverluste pro Längeneinheit auf als kleinere Kabel, wodurch längere Strecken zwischen aktiven Geräten und Antennen möglich sind, während die Signalstärke erhalten bleibt. Dies führt zu besserer Abdeckung und höherer Systemeffizienz.
Hervorragende Flexibilität und Haltbarkeit: Das wellenförmige Kupferdesign bietet einen hervorragenden Biegeradius und hohe Druckfestigkeit, wodurch es extremen Wetterbedingungen, wiederholten Bewegungen und den mechanischen Belastungen während der Installation besser standhält als starre Koaxialkabel.
Geringe passive Intermodulation (PIM): In Kombination mit hochwertigen, sachgemäß installierten Steckverbindern können diese Baugruppen sehr niedrige PIM-Werte erreichen (z. B. ≤ -155 dBc), was entscheidend ist, um die Signalreinheit und Kapazität in modernen Mehrfachträger- und Multi-Operator-Funknetzen zu gewährleisten.

Eine komplette 7/8" Flexible Koaxialkabel-Baugruppe ist ein System, das mehrere Präzisionskomponenten umfasst:
Das 7/8" Kabel: Der Innenleiter, typischerweise mit Luft- oder Schaumstoffdielektrikum und einer wellenförmigen Kupfer-Außenhülle.
7/8" RF-Steckverbinder: Spezialsteckverbinder, die für diesen Kabeltyp konzipiert sind, wie beispielsweise die 7/16 DIN-Schnittstelle. Dieser Steckverbinder ist der Industriestandard für Hochleistungsanwendungen mit niedrigem PIM, da er über eine robuste, verrutschfeste Gewindekupplung und einen hervorragenden elektrischen Kontakt verfügt. Die Baugruppen sind in der Regel an einem Ende mit einem männlichen (Stecker) und am anderen Ende mit einem weiblichen (Buchse) Anschluss versehen.
RF-Adaptoren : Adapter spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbindung des 7/8"-Systems mit anderen Geräten. Häufige Beispiele sind 7/16 Weibchen auf N-Männchen-Adapter oder 7/16 Weibchen auf 4.3-10 Weibchen-Adapter, die eine Verbindung mit Funkgeräten, Sprungkabeln oder Antennen mit unterschiedlichen Anschlusstypen ermöglichen.

Die Leistung eines 7/8"-Systems hängt von einer korrekten Installation ab:
Scharfe Biegungen vermeiden: Beachten Sie den vom Hersteller angegebenen minimalen Biegeradius (typischerweise das 10- bis 12-fache des Kabeldurchmessers), um Knicken und Impedanzverformungen zu verhindern.
Fachgerechte Steckerverbindung: Die Endverbindung erfordert spezielle, kalibrierte Werkzeuge und geschulte Techniker, um eine perfekte Dichtung, die korrekte Stifttiefe und eine niedrige PIM-Leistung sicherzustellen. Steckverbinder können vor Ort montiert werden, jedoch bieten werkseitig gefertigte Baugruppen die höchste garantierte Leistung.
Korrektes Drehmoment anwenden: Drehmoment für 7/16 DIN-Steckverbinder und zugehörige Adapter stets mit einem Drehmomentschlüssel auf den vorgeschriebenen Wert (üblicherweise 25–30 Nm) einstellen. Dies gewährleistet eine wetterfeste, gasdichte Abdichtung und optimalen elektrischen Kontakt.
Wetterfestigkeit: Bei Außeneinsatz stellen Sie sicher, dass alle Anschlusspunkte ordnungsgemäß mit Gummihüllen, Mastixband oder Schrumpfschläuchen abgedichtet sind, um Wassereintritt zu verhindern, der die häufigste Ursache für langfristige Ausfälle darstellt.